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#26 - Heureka! Da sind wir wieder!

Lang ist es her und es gibt einiges zu erzählen also seid gespannt. 


Nachdem wir also nach unserem Lennox Trip wieder in unseren gewohnten Alltag gefunden hatten und Covid uns das Leben nicht mehr allzu schwer machte, begannen die für uns stressigsten  und doch auch schönsten 3 Monate unserer bisherigen Australienzeit. 

Es hiess Arbeiten Arbeiten Arbeiten. 

Während ich mich Tagsüber um die Kinder kümmerte und zusätzlich in meiner Mittagspause einer netten Dame half, ihre Ferienunterkünfte zu putzen, verbrachte Flo seine Tage damit als Landschaftsgärtner, Tischler, und Maler zu arbeiten. Sobald es Abend wurde konnte man uns bei Ocean Grove Pizza and Pasta als Kellnerin, Köchin, Tellerwäscher, Laufburschen und Lieferjungen finden. 

Diese Wochen bis Weihnachten vergingen wie im Flug. Während wir damit beschäftigt waren zu arbeiten, packte unsere Gastfamilie fleißig die Sachen für ihre grosse 1 Jahres Reise rund um Australien. 

Zwischendrin hatten wir ein sehr interessantes Wochenende bei, wie wir jetzt sagen können, Freunden: es war das grosse Finale des australischen Footballs, ein Riesen Nationales Event. 











































Und dann stand es plötzlich vor der Tür, unser letztes grosses Event mit unserer Gastfamilie (für jetzt): WEIHNACHTEN!

Doch dieses Mal etwas (um nicht zu sagen) GANZ anders. Denn die lieben Colliers brachen am Weihnachtstag um 4 Uhr Nachmittags zu ihrem grossen Abendteuer auf. 

Das bedeutete am 25.12. frühs um 6 Uhr wurden Geschenke geöffnet (so wie immer), im Anschluss wurden die Unmengen an Geschenkpapier wieder aufgesammelt und die Geschenke in den Wohnwagen gebracht, wo krampfhaft versucht wurde noch einen Platz für alles zu finden.  Die Zeit verging wie im Flug und schon war es Mittag und wir sassen alle ein letztes Mal gemeinsam am Tisch. Dann hiess es Kinder zusammensuchen und alles ins Auto. Allerdings nicht um vorher schon drei Familienmitglieder einzeln zu verabschieden. 

Greg und Fiona kamen um Harry abzuholen, welcher für das kommende Jahr bei ihnen leben würde. Ausserdem machten sie sich auf nach Lennox, was bedeutete, dass auch wir sie nicht nochmal sehen würden bevor wir auf unserer eigene Reise gehen würden. Und dann war es soweit. 

4:30 Uhr und wir standen auf einmal nur noch mit Jades Vater im Haus. Ein komisches Gefühl. Ohne Kinder welche entweder schreiend, lachend oder Weinend an einem vorbei rennen. 

Schnell hatten wir das Chaos, welches sowohl Weihnachten als auch die Abreise verursacht hatten, aufgeräumt und liessen unseren Weihnachtstag in Ruhe ausklingen. 







Danach ging das grosse Arbeiten weiter. Zwischendrin hatten wir noch ein sehr spontanes, super schönes, spaßiges Silvester. 

Zuerst gingen wir zum Abendessen in ein kleines süsses Restaurant, als wir einen Anruf von unserem guten Freund und Boss Joe bekamen. In der typisch australischen Spontanität fragte dieser, ob wir nicht noch bei ihnen vorbei kommen wollen zum Feiern. Da sagen wir natürlich nicht nein, also ging es noch schnell Getränke und Snacks besorgen und schon standen wir in seiner Partyhalle mit nur allzu bekannten Gesichtern. Neben ausführlichen Schwanks aus unserer aller Jugend spielten wir noch Dart und Billard, beschossen uns mit Spielzeugwaffen, versuchten den Basketball mit allen Mitteln in den Korb zu bekommen und noch vieles vieles weitere. Ein wunderschöner Abend, mit wunderbaren Menschen. Und am nächsten Tag wacht man auf, und sieht seine Freundin mit 2 anderen Männern im Bett liegen, doch seht selbst: 


 






Die nächsten zwei Wochen war die Pizzeria unser Zuhause. Wir hatten viel Spass mit unseren Freunden und Kollegen, sowohl auf Arbeit als auch bei einigen diversen Gartenpartys. 

Und dann kam der 10.01: Unser letzter Arbeitstag. An diesem Tag hängten wir unsere Pizzashop Karriere, Sarahs Reinigungsdienst und Flos Terrassen- und Zaunbau an den Nagel. 

Nichtsdestotrotz fiel es uns sehr schwer, Ocean Grove, welches uns das letzte Jahr ein wunderbares Zuhause war, zu verlassen.  


So verbrachten wir noch zwei extra Wochen dort. Diese Zeit verbrachten wir mit u.a.:

- einem Trip nach Melbourne zu "Lambs", dem laut Puffy & Jace besten Kebabladen Australiens (können wir nur zustimmen, köstlich!!). Vielen Dank an der Stelle noch mal an Puffy, der uns freundlicherweise sein Auto für 3 Wochen zur Verfügung gestellt hat, es war ein Fest diese Rakete bewegen zu dürfen! 








- einer Great Ocean Road Tour mit Puffy, entlang der 12 Apostel, der "London Bridge", "The Grotto". Ein sehr schöner Tag, und auch wenn wir diese Gegend von Victoria eigentlich schon kannten, haben wir auch hier viele neue Eindrücke gewonnen. 






- Reise nach Sorrento (einem Stadtteil von Melbourne) als Sarahs Weihnachtsgeschenk. Dort haben wir uns einen Tag Entspannung in den "Peninsula Hot Springs and Spas" genehmigt, eine Wellnessoase mit über 50 heissen Quellen. Nach einer Übernachtung in einem niedlichen Apartment in Sorrento verbrachten wir den nächsten Tag damit, die wunderschöne Natur dieser Region zu erkunden. So wanderten wir auf einen Berg, von dem man einen wunderschönen Blick auf den Punkt hat, an dem sich Meer und Bucht an einer Landzunge begegnen. Ausserdem gab es auf diesem Wanderweg noch etliche alte Aussenposten und Militäranlagen zu besichtigten. Sehr interessant! 







Die übrigen Tage verbrachten wir damit, alles in unseren Van zu packen (nachdem wir ordentlich aussortieren mussten, da sich über die Zeit doch einiges angesammelt hatte) und noch ein paar Dinge am Van zu verändern. Zum Beispiel bauten wir ein Wassersystem auf unser Dach, in welchem wir bis zu 43 Liter an Brauchwasser lagern können. Ausserdem installierten wir noch eine massive Dachbox, welche wir von Joe zur Verfügung gestellt bekommen haben, dank welcher wir dann auch noch mal ordentlich extra Raum hatten. 


Ausserdem verbrachten wir die Zeit noch viel mit unseren Freunden, welches den Abschied nicht gerade einfacher machte. 

Doch am 24.01 war es dann soweit. Die zwei Deutschen verliessen Ocean Grove wieder. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge. So aufgeregt wir auch auf die Dinge schauen, die wir auf unserer Reise erleben werden, so traurig sind wir auch, unsere Freunde, Kollegen und das nun so gewohnte und geliebte Umfeld wieder zu verlassen. Wir hatten eine wunderschöne Zeit in unserem Australischen Zuhause und sind dankbar für jede einzelne Person die es so besonders gemacht hat. Wir lieben euch und bis bald. X


Und hier noch ein paar Schnappschüsse die wir euch nicht vorenthalten möchten: 













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